Bitte alle Nippel sofort zurück in den Hochsicherheitstrakt

Was ist gefährlicher als T-Rex, der Weiße Hai und Godzilla zusammen? Klar, „female nipples“. So jedenfalls könnte man die Richtlinien von Instagram interpretieren. Die Plattform, die weltweit von einer Milliarde Menschen und davon 15 Millionen Nutzer*innen in Deutschland – so der Stand im Januar 2019 – genutzt wird, verbietet den Nutzer*innen, Fotos, Videos und „digitally-created content“, der Geschlechtsverkehr, Genitalien oder Close-ups von Pobacken zeigt, zu posten – und halt speziell „female nipples“, wie es im Wortlaut in den Richtlinien heißt. Ausnahme: „photos of post-mastectomy scarring and women actively breastfeeding are allowed. Nudity in photos of paintings and sculptures is OK, too.“ Okay. Und die Begründung dafür:

„Wir möchten, dass Instagram weiterhin ein authentischer und sicherer Ort der Inspiration und des Ausdrucks ist. […] Respektiere alle Personen auf Instagram, sende keinen Spam und poste keine Inhalte, in denen Nacktheit dargestellt ist.“

Was anstößig nackt ist, entscheidet also die Plattform. Auch in anderen sozialen Netzwerken gibt es bestimmte Logiken, um auf Nippel und Brüste zu reagieren: Auf Facebook ist Stillen okay, wenn Kind und Nippel direkt miteinander in Kontakt sind, bei Pinterest darf Nacktheit künstlerisch und nicht-sexualisiert sein, bei Twitter und Tumblr legen Nutzer*innen selbst fest, wie viel Nacktheit ihnen in die Timeline gespült werden darf. Nicht alle sind mit diesen Regelungen einverstanden. Deswegen haben sich beispielsweise US-Celebritys der sogenannten #FreeTheNipple-Bewegung angeschlossen, die 2012 ins Leben gerufen wurde.

Nachfolgend gewähren wir also einen Einblick in diese einzigartige und nie gesehene Spezies der zu Recht gefürchteten „female nipples“.

Das gefährlichste Körperteil DER WELT.


Business Punk Redaktion

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